Alte Kirche "St. Petrus"

Die Alte Padberger Kirche

"St. Petrus"

Die Alte Padberger Kirche befindet sich am Steilhang des Alten Hagen (Padberg) oberhalb des Dorfes.
 

Geschichte der Alten Kirche

Erstmals wird die Alte Kirche im Jahr 1057, also 27 Jahre nach der ersten Erwähnung Padbergs, erwähnt. Die komplette Kirche, so wie sie heute zu sehen ist, wurde in mehreren Bauphasen errichtet. Der erste Teil der Kirche wurde im elften Jahrhundert errichtet, der erste Erweiterungsbau entstand dann um 1180. Die nächste Erweiterung der Kirche geschah zur Zeit der Wachstumsphase Padbergs um 1220, es wurde ein neues Nordwestjoch angebaut. Die letzte Erweiterung der Kirche wurde dann zu Beginn des 14. Jahrhunderts durchgeführt, der Zeit des städtischen Niedergangs Padbergs.

Die Kirche wurde in diesem Zustand bis zur Fertigstellung der Neuen Kirche im Jahr 1912 genutzt. Bis zu einer aufwendigen Renovierung in den Jahren 1997 - 2004 wurde die Kirche noch für besondere Anlässe genutzt, die Fronleichnamsprozession und die Antoniusprozession begannen z. B. dort.

Heute findet wieder jeden ersten Sonntag im Monat (nur in den warmen Monaten, da es keine Heizung gibt) ein Gottesdienst in der Alten Kirche statt und die beiden Prozessionen beginnen hier.

 

 

Kreuz vor der Alten Kirche (Mission 1852)Kreuz vor der Alten Kirche (Mission 1852)                      Stehle vor der Alten KircheStehle vor der Alten Kirche

 

 

 

 

   
Blick in den Altarraum

Innenansicht

Die vier Gewölbe der Kirche werden durch einen gewaltigen, unregelmäßigen Mittelpfeiler gestützt und hierdurch kommt es trotz der vielen Um- und Anbauten zu einem harmonischen Gesamteindruck. Weiterhin befinden sich in der Kirche zwei Grabplatten des alten Padberger Grafengeschlechts (von Padberg) aus den Jahren 1557 und 1585. Die Gräber der Familie befanden sich früher vor dem Altar der Kirche.

Zur Zeit der Nutzung der Alten Kirche (bis 1912) stand dort, wo heute die betenden Engel knien, der Marienaltar, welcher als Hochaltar genutzt wurde. Der heutige Hochaltar stand rechts als Seitenaltar, dazwischen befand sich die Kanzel. Der sich heute ebenfalls in der Neuen Kirche befindliche Taufstein befand sich unter der Grafenempore auf der Westseite der Kirche. Die beiden betenden Engel befanden sich zu der Zeit an der Rückseite des Mittelpfeilers, zum Umzug in die Neuen Kirche wurden sie vergraben und erst später erhielten sie ihren jetzigen Platz. Auch die Sakristei befand sich im Kirchenraum, sie war hinter dem Seitenaltar und konnte durch einen schmalen Durchgang erreicht werden.

 

 

Betende Engel

 

 

 

Holztür mit dicken Nägeln

Besonderheiten

Der Eingang der Alten Kirche besteht aus einer Holztür, welche mit dicken Nägeln beschlagen ist und von innen mit einem dicken Balken verriegelt werden konnte. Dies deutet auf die zeitweilige Verwendung der Kirche als Wehrkirche hin.

Die Kirche bekam Ende des 19. Jh. einen neuen Fußboden, hierbei wurden die alten Grabplatten der Herren von Padberg entfernt und draußen vor der Kirche verlegt. Die Platten wurden jedoch, bis auf die beiden oben erwähnten, im Laufe der Jahre entwendet und für andere Zwecke verwendet.